Die 21 Stunden von München

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Bewertung
Filmdaten
Titel: Die 21 Stunden von München
Originaltitel: 21 Hours at Munich
Produktionsjahr: 1976
Produktionsland: USA
Regie: William A. Graham
Originalsprache: Englisch, Hebräisch
Laufzeit: ca. 104 Min.
Besetzung
Darsteller/innen:
  • William Holden (Polizeichef Manfred Schreiber)
  • Franco Nero (Issa)
  • Anthony Quayle (General Zvi Zamir)
  • Richard Basehart (Bundeskanzler Willy Brandt)
  • Noel Willman (Bayerischer Innenminister Bruno Merk)
  • Georg Marischka (Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher)
  • Else Quecke (Israelische Ministerpräsidentin Golda Meir)
  • Shirley Knight (Anneliese Graes)
  • Walter Kohut (Feldhaus)
  • Jan Niklas (Schreibers Assistent)
  • David Hess (Berger)
  • Paul L. Smith (Gutfreund)
  • Günther Maria Halmer (André Spitzer)
  • Michael Degen (Mohammed Khadif)
  • Herbert Fux (Kehat Shorr)
  • Dan van Husen (Tony)
TV-Termin
Die 21 Stunden von München
Trailer:
Die 21 Stunden von München

Inhalt

Während der Olympischen Spiele in München dringen am 5. September 1972 Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation "Schwarzer September" in das Olympiadorf ein. Dort schießen sie gleich zu Beginn der Aktion auf die beiden israelischen Olympioniken Weinberg und Romano und verwunden diese so schwer, daß sie im Laufe der Geiselnahme sterben, da sie keine ärztliche Hilfe bekommen.

Neun weitere Sportler aus Israel sind nun Geiseln der Terroristen, die die Freilassung und das freie Geleit von 232 Palästinensern fordern, die in israelischen Gefängnissen inhaftiert sind. Zudem sollen auch Andreas Baader und Ulrike Meinhof sowie der Japaner Kozo Okamoto aus der Haft entlassen werden. Israel hingegen weigert sich strikt, diesen Forderungen nachzukommen.

Der umgehend eingesetzte Krisenstab, bestehend aus Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher, dem bayerischen Innenminister Bruno Merk, dem Münchner Polizeipräsidenten Manfred Schreiber, NOK-Präsident Willi Daume, IOC-Präsident Avery Brundage und Staatssekretär Erich Kiesl, verhandelt zunächst mit den Geiselnehmern. Im Zuge dessen besuchen Schreiber und Genscher die Geiseln und zeigen sich entsetzt über die entschlossene Brutalität der Terroristen.

In der Folge beginnt ein Nervenkrieg mit den Geiselnehmern, dessen Anführer ein Mann namens Issa ist. Dieser fordert vom Krisenstab ein Fluchtfahrzeug sowie ein Flugzeug, das sie außer Landes bringen soll. Zudem bringt er seine Entschlossenheit zum Ausdruck, die gefangenen Sportler ansonsten zu töten. Mittlerweile ist auch General Zvi Zamir als Vertreter der israelischen Regierung vor Ort eingetroffen und hört sich die Planungen hinsichtlich einer Geiselbefreiung an. Er ist jedoch mit den Plänen der deutschen Regierung nicht einverstanden.

Im Folgenden werden die Geiselnehmer dazu bewegt, sich mitsamt ihren Opfern zum Flughafen Fürstenfeldbruck zu begeben, von wo sie abfliegen sollen. Der Plan ist, daß es für Scharfschützen der Polizei dort einfacher sein wird, die Terroristen auszuschalten. Doch zu spät wird erkannt, daß es sich nicht nur um fünf Terroristen handelt, sondern um insgesamt acht. Die folgenden Fehlentscheidungen führen schließlich zu einer Katastrophe ...

Produktionsnotizen

Die Dreharbeiten fanden in und rund um München sowie Fürstenfeldbruck (Bayern, Deutschland) statt.

Randnotizen

Im Film sieht man auf dem Vorfeld des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck eine Maschine der fiktiven Fluggesellschaft "Deutschflug". In der Realität gehörte dieses Flugzeug der Lufthansa-Flotte an. Auch das andere im Film gezeigte Flugzeug gehörte der Lufthansa, wobei das Firmenzeichen am Seitenleitwerk jedoch mit einem roten Punkt übermalt wurde.

Hintergrund

Der Film beruht auf wahren Ereignissen, die sich während der Olympischen Spiele am 5. September 1972 ereigneten, die oft auch als "Olympia-Attentat" oder "Massaker von München" bezeichnet werden. Dabei stürmten acht bewaffnete Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation "Schwarzer September" das Wohnquartier der israelischen Mannschaft während der Olympischen Sommerspiele in München und nahmen elf Mannschaftsmitglieder als Geiseln. Bei nachfolgenden israelischen Vergeltungsaktionen in den Jahren nach 1972 wurden wiederum einige weitere direkt und indirekt an dem Anschlag Beteiligte sowie mehrere Unschuldige getötet. Das Scheitern der Befreiungsaktion mangels entsprechend ausgebildeter Sicherheitskräfte führte zur Gründung der heutigen deutschen Antiterroreinheit GSG9.

Siehe auch:

München (2005)

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