Die Gustloff

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Bewertung
Filmdaten
Titel: Die Gustloff
Originaltitel: Die Gustloff
Produktionsjahr: 2008
Produktionsland: Deutschland
Regie: Joseph Vilsmaier
Originalsprache: Deutsch
Laufzeit: ca. 180 Min. (2 Teile)
Besetzung
Darsteller/innen:
  • Kai Wiesinger (Kapitän Hellmuth Kehding)
  • Heiner Lauterbach (Kapitänleutnant Harald Kehding)
  • Francis Fulton-Smith (Korvettenkapitän Leonberg)
  • Karl Markovics (Korvettenkapitän Wilhelm Petri)
  • Michael Mendl (Kapitän Wilhelm Johannsen)
  • Detlev Buck (Oberfunkmaat Hagen Koch)
  • Thomas Wlaschiha (Bootsmann Sterup)
  • Thorsten Nindel (Leutnant Lehmann)
  • Alexander Held (Ortsgruppenleiter Escher)
  • Valerie Niehaus (Erika Galetschky)
  • Anja Knauer (Marianne Erdmann)
  • Malina Ebert (Traudl)
  • Ulrike Kriener (Berta Burkat, Erikas Vorgesetzte)
  • Dana Vávrová (Lilli Simoneit)
  • Willi Gerk (Kalli Simoneit)
  • Nicolás Solar Lozier (Heinz Schön)
TV-Termin
Die Gustloff

Inhalt

Im Januar 1945 beginnt die Rote Armee mit ihrer Winteroffensive gegen das Deutsche Reich: Mit etwa zwanzigfacher Überlegenheit überrennt das Heer die deutschen Linien der Ostfront. Binnen Tagen sind 2,5 Millionen Ostpreußen in einem riesigen Kessel eingeschlossen. Im kältesten Winter seit Jahrzehnten fliehen Massen von Menschen Richtung Ostsee, weil sie hoffen, dort von einem Schiff in Sicherheit gebracht zu werden.

In Gotenhafen an der Danziger Bucht sammeln sich Zehntausende, denen nichts mehr geblieben ist als das nackte Leben. Das größte und auffälligste Schiff, das dort im Tarnanstrich als Wohnschiff für Soldaten und eine U-Boot-Lehrdivision vor Anker liegt, ist die "Wilhelm Gustloff". 1936 als Vergnügungsdampfer und Prestigeobjekt der "Kraft durch Freude"-Flotte für etwa 1.500 Passagiere konzipiert und bis 1938 gebaut, soll es nun mehr als 10.000 Menschen, darunter rund 8.000 Frauen, Kinder und alte Menschen, in Sicherheit bringen.

Das Ansinnen des jungen zivilen Fahrkapitäns Hellmut Kehding, möglichst viele Menschen mit der Gustloff in Sicherheit zu bringen, stößt bei der örtlichen Militärführung auf erheblichen Widerstand. Korvettenkapitän Petri drängt auf ein vorzeitiges Auslaufen, um seine U-Boot-Soldaten so schnell wie möglich zu ihrem Einsatz nach Flensburg zu bringen. Ortsgruppenführer Escher möchte lieber das Jubiläum der Machtergreifung Hitlers feiern als an Bord Platz für die Flüchtlinge zu machen.

Auch in dem alten Kapitän Johannsen findet Hellmut keinen Verbündeten. Die Sorge um die Sicherheit des Schiffes teilt Hellmut lediglich mit Korvettenkapitän Leonberg, der zu diesem Zeitpunkt aber keinen Geleitschutz für das Flüchtlingsschiff stellen kann. Unangenehm überrascht ist Hellmut von der Anwesenheit seines Bruders, Kapitänleutnant Harald Kehding. Harald, der nach dem Abschuß seines U-Bootes unter einer schweren Verletzung leidet, hat in Gotenhafen undurchsichtige Aufgaben zu erfüllen.

Mit mehr als 10.000 Menschen an Bord sticht die Gustloff am 30. Januar 1945 dann doch völlig überladen und ohne ausreichende Sicherung in See. Beim Ablegen wird der Schiffsführung noch ein verschlüsselter Funkspruch übergeben. Unruhe macht sich daraufhin breit und Hellmut Kehding stoppt die Weiterfahrt. Sein Bruder Harald befürchtet einen Sabotageakt und macht sich auf die Suche nach den Drahtziehern. Als ein weiterer verstümmelter Funkspruch die Gustloff erreicht, kommt es auf der Kommandobrücke zum Eklat: Hellmut wird sein Kommando entzogen, und Petri setzt die Positionslichter, da sich ein Minensuchverband auf Kollisionskurs befinden soll.

Hellmut weiß, er muß die Hintergründe des Funkspruchs klären und die Gustloff sicher über Flensburg nach Kiel zu bringen. Aber die Positionslichter hat auch ein russischer U-Boot-Kapitän gesehen. Kurzerhand beschießt dieser das Flüchtlingsschiff, woraufhin es von drei Torpedos getroffen wird und innerhalb von nur 60 Minuten sinkt ...

Produktionsnotizen

Der Film wurde mit einem Budget von über 10 Millionen Euro sowie einem Aufgebot von 400 Statisten zum größten Teil in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland) gedreht. Die Szenen rund um den Untergang des Schiffes wurden in den Mediterranean Film Studios auf Malta gefilmt.

Ursprünglich wurde an dem Film unter dem Arbeitstitel "Hafen der Hoffnung – Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff" gearbeitet. Später hingegen entschieden sich die Produzenten für den deutlich kürzeren Titel "Die Gustloff". Als Zweiteiler wird der erste Teil auch mit dem Untertitel "Hafen der Hoffnung", der zweite mit "Flucht über die Ostsee" bezeichnet.

Hintergrund

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit: Die "Wilhelm Gustloff" wurde am 30. Januar 1945, dem selben Tag, an dem sie Gotenhafen (heute: Gdynia, Polen) verließ, dem Geburtstag des namensgebenden Wilhelm Gustloff und dem Jahrestag von Hitlers Machtergreifung, von einem sowjetischen U-Boot beschossen und versenkt. An diesem Tag starben mehr als 9.000 Menschen. Mehr als sechsmal so viele Menschen wie beim Untergang der "Titanic". Bis heute ranken sich Gerüchte über Sabotage oder ein bewußt gesetztes Fanal gegen Hitler-Deutschland um den Untergang der "Wilhelm Gustloff", der als das größte Unglück der Geschichte der Seefahrt gilt.

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