Der Untergang der Pamir

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Bewertung
Filmdaten
Titel: Der Untergang der Pamir
Originaltitel: Der Untergang der Pamir
Produktionsjahr: 2006
Produktionsland: Deutschland
Regie: Kaspar Heidelbach
Originalsprache: Deutsch
Laufzeit: ca. 178 Min. (2 Teile)
Besetzung
Darsteller/innen:
  • Klaus J. Behrendt (Bootsmann Alexander "Acki" Lüders)
  • Jan Josef Liefers (1. Offizier Hans Ewald)
  • Herbert Knaup (Kapitän Ludwig Lewerenz)
  • Peter Striebeck (Reeder Erich Oldenburg)
  • Uwe Rohde (2. Offizier Jan Gleiters)
  • Dietmar Bär (Funker Klaus "Globus" Nissen)
  • Maxim Mehmet (3. Offizier Schindlecker)
  • Tilo Prückner (Chief Helmut Klimsch)
  • Georg Prang (Obermaat Freese)
  • Tobias Schenke (Hilfsmaat Fritz Stöve)
  • Christian Kahrmann (Matrose Uwe Brehme)
  • Peter Becker (Bernd "Stummel" Ahlers)
  • Benjamin Sadler (Flugkapitän Victor Reetz)
  • Max Riemelt (Carl-Friedrich von Krempin)
  • Oliver Stritzel (Wilhelm von Krempin)
  • Ulrike Grote (Freya von Krempin)
  • Elena Uhlig (Heikedine Lewerenz)
  • Marlon Kittel (Josef Pütz)
  • Florian Jahr (Dirk Petermann)
  • Johanna Gastdorf (Moni Lange)
  • Jan-Gregor Kremp (Otto Lange)
  • Karoline Teska (Klara "Klärchen" Lange)
TV-Termin
Der Untergang der Pamir

Inhalt

Schleswig-Holstein, im Sommer 1957. Seit dem Tod seiner Frau lebt der Bootsmann Acki Lüders mit seiner achtjährigen Tochter Julle auf dem Hof seiner Schwiegermutter. Er ist dabei todunglücklich und zerrissen zwischen der Sehnsucht nach dem Leben auf See sowie dem Verantwortungsgefühl für sein Kind. Doch dann besucht ihn sein Freund Hans Ewald, der auf dem Weg nach Hamburg ist, um als 1. Offizier auf dem Segelschulschiff "Pamir" nach Buenos Aires zu fahren.

Hans überzeugt Acki davon, daß er als Bootsmann ebenfalls mit auf die Seefahrt nach Argentinien kommen wird. Denn ein schlechter Bauer, der aus lauter Kummer zuviel trinkt, ist auch kein guter Vater für ein junges Mädchen. Beide machen sich also auf den Weg nach Hamburg und stellen dort fest, daß nicht der erhoffte Mann das Kommando an Bord haben wird, sondern der überhebliche Kapitän Ludwig Lewerenz.

So endet bereits das erste Zusammentreffen in einem Streit, und auch auf der Hinfahrt nach Südamerika kommt es immer wieder zu Zwischenfällen und Streitereien zwischen den verantwortlichen Männern. Grund sind die vollkommen unterschiedlichen Meinungen zur Ausbildung von jungen Seekadetten zwischen Acki und Hans sowie dem Kapitän.

Endlich in Buenos Aires angekommen muß die Crew feststellen, daß die Hafenarbeiter streiken und die "Pamir" daher nicht beladen werden kann. Kapitän Lewerenz versucht alles mögliche, um doch noch zeitig beladen zu werden und abfahren zu können, denn jeder weitere Tag kostet Geld für die Reederei. Schließlich gibt Lewerenz dem Druck des Reeders Oldenburg nach und läßt seine eigene Mannschaft das Schiff beladen.

Doch nicht wie üblich in Sandsäcken, sondern um Zeit und Geld zu sparen wird die vorgesehene Gerste als Schüttgut verladen. Lewerenz geht sogar noch weiter und läßt zusätzlich auch den Tieftank mit dem Getreide beladen, der üblicherweise aus Stabilitätsgründen mit Ballast-Wasser vollgepumpt wird. Als Acki und Hans dies bemerken, stellen sie umgehend Berechnungen über die Stabilität des Schiffes an.

Erschrocken über das Ergebnis ihrer Berechnungen informieren sie den Kapitän, der die beiden jedoch als blutige Anfänger stehen läßt. Daher können die beiden nichts weiter tun, als ihre Daten als Beweis ins Logbuch des Schiffes einzukleben. Auf der Rückfahrt gerät die "Pamir" dann in den Hurrikan "Carrie". Und da der Tieftank statt Wasser unkontrollierbar rutschende Gerste enthält, nimmt die Katastrophe ihren Lauf ...

Produktionsnotizen

Die Dreharbeiten fanden in Köln und Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen, Deutschland), Cuxhaven (Niedersachsen, Deutschland), Neustadt und Lübeck (Schleswig-Holstein, Deutschland) sowie in Hamburg (Deutschland) statt. Die Außenaufnahmen begannen im Juli 2005 in Cuxhaven und führten auf der Viermastbark "Sedov", dem Segelschulschiff des ehemaligen sowjetischen Fischereiministeriums, zunächst nach Teneriffa (Kanarische Inseln, Spanien). Dazu wurde das Schiff eigens mit rund 800 Litern Farbe umlackiert. Ebenso wurden die Sicherheitsausrüstungen aus Rettungsflößen und Schlauchbooten teilweise entfernt oder durch hölzerne Rettungsboot-Attrappen verdeckt, soweit es die entsprechenden Sicherheitsvorschriften erlaubten.

Der Untergang selbst wurde in einem Filmwassertank in den Mediterranean Film Studios auf Malta gedreht. Dazu kamen sowohl ein 20 Meter langes Komplettmodell der "Pamir" im Maßstab 1:6 zum Einsatz, als auch ein etwa 40 Meter langes Modell des Mittelschiffs im Originalmaßstab. Zusätzliche Filmarbeiten erfolgten auch auf hoher See. Beendet wurden die Außenaufnahmen im Oktober 2005. Viele Szenen, die unter Deck spielen, wurden auf der "Passat" gedreht, einem Schwesterschiff der "Pamir", die in Travemünde vor Anker liegt.

Hintergrund

Die Handlung des Films beruht auf einer wahren Begebenheit: Die "Pamir" war eine Viermastbark, die in den 1950er Jahren als frachtfahrendes Segelschulschiff für die deutsche Handelsschifffahrt eingesetzt wurde. Am 11. August 1957 kurz nach 15:00 Uhr begann das Schiff unter Kapitän Diebitsch mit einer Ladung Gerste die Rückreise aus Buenos Aires mit Ziel Hamburg. Am 21. September 1957 geriet der Großsegler gegen 9:30 Uhr Ortszeit (12:30 Uhr Greenwich-Zeit/GMT) etwa 600 Seemeilen westsüdwestlich der Azoren in den Hurrikan "Carrie". Gegen 12:00 Uhr Bordzeit kenterte die Pamir schließlich und schwamm noch etwa 20 bis 30 Minuten kieloben, bevor sie sank. Bei dem Untergang verloren 80 der 86 Besatzungsmitglieder ihr Leben, darunter vor allem zahlreiche jugendliche Kadetten. Die Unglücksursache ist nach wie vor umstritten, wobei das Seeamt Lübeck auf eine falsche Stauung der Gersteladung, die verspätete Reduzierung der Segelfläche im Sturm und einkommendes Wasser durch unverschlossene Schiffsöffnungen entschied.

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